Gute Kollegen sind ein Segen

Mit meiner Kollegin Brigitte Melzer verabrede ich mich regelmäßig zum Mittagessen. Vor einer Woche war es wieder soweit. Wir wählten ein indisches Lokal im Glockenbachviertel, in dem wir ungestört essen und ratschen konnten (in hochdeutsch: angeregtes Erzählen). Wir waren uns im Sommer nur kurz begegnet und so war ein Treffen längst überfällig geworden. Ich war gespannt, wie es bei ihr beruflich weitergegangen war und hoffte insgeheim, dass sie meinen Opernsänger, den ich ihr zum Lesen gegeben hatte, bereits geschafft hatte.

Ehrlich gesagt war ich auch sehr unsicher. Die Begeisterung bei ihr, nachdem sie die ersten 50 Seiten und auch das Exposé gelesen hatte, war zwar enorm, so dass sie mich extra darum gebeten hatte, ihn lesen zu dürfen, wenn er fertig ist. Da sie aus dem Fantasy-Bereich kommt und eher längere Texte schreibt und liest, hatte ich aber Bedenken, ob ich auch im weiteren Verlauf des Textes ihrem und damit auch dem Anspruch von vielen Leserinnen standhalten konnte. (Ich bin ja nicht gerade dafür bekannt, sehr ausschweifend zu werden.)

Ich habe ihr Herz getroffen. Sie liebt meinen Opernsänger genau wie ich es tue. Seine lebensbejahende Art, sein Humor, seine Geschichte haben sie begeistert. Und ich freue mich jetzt schon richtig auf das Lektorieren und Überarbeiten des Textes. Aus unserem Gespräch gehe ich an diesem Tag nämlich mit Anmerkungen und Hinweisen nach Hause, die meinen Roman ausgereifter machen. Und mit einem sehr positiven Gefühl, was meine Profession, das Schreiben, aber auch meine Texte und das Selbstpublishing betrifft. Denn auf eines kann ich mich bei ihr immer verlassen: Sie meint es ehrlich. Danke, meine Liebe. Du bist im Laufe der Jahre zu einer wirklichen Freundin geworden!

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