Im Neuen Jahr angekommen,

versuche ich es möglichst stressfrei. Ganz nach Klaus Klages Motto: „Der Eilige hat kein Glück – der Glückliche keine Eile.“ Denn manches meiner Hobbys ist im vergangenen Jahr zu kurz gekommen, vor allem das Lesen. Und das ist doch irgendwie schade. Über Weihnachten habe ich versucht aufzuholen und im Moment bin ich der Lektüre eines ganz außergewöhnlichen Buches verfallen: Petra Hartliebs „Meine wundervolle Buchhandlung“. Es ist sehr unterhaltsam, tief berührend und schonungslos ehrlich.

http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Petra_Hartlieb_Meine_wundervolle_Buchhandlung/14475

 „… Und obwohl unsere Buchhandlung eine echte Erfolgsgeschichte ist, der Umsatz ständig wächst und die Bude immer voll ist, können wir nur ein bisschen über dem gesetzlich vorgeschriebenen Tariflohn bezahlen. Und auch wir nehmen uns nach zehn Jahren immer noch die gleiche Summe raus, die, wenn man sie in Stunden umrechnet, ebenfalls ziemlich genau dem Tariflohn entspricht. Zumindest müssen wir von unserem Lohn keine Bücher kaufen, und das Auto ist ein Lieferwagen und wird von der Steuer abgesetzt, das sind schon mal ziemliche Erleichterungen für das Haushaltsbudget. Und erklären kann man das Ganze wahrscheinlich nur mit dem Begriff Leidenschaft. Man könnte vielleicht auch verrückt dazu sagen. Denn ganz normal ist es wohl nicht, wenn man nach einem Zehnstundentag, an dem man gefühlte zweihundert Bücher aller Genres nacherzählt hat, am Küchentisch sitzt, völlig begeistert die Vorschaupakete von Rowohlt und Hanser aufreißt und sich über einen neuen Auster oder T.C. Boyle freut, als hätte man noch kein einziges Buch auf dem Nachttisch liegen.“

Zugegeben, Buchhandlungen haben an mir noch nie viel verdient, denn ich leihe einen Großteil der Bücher, die ich lese. Das wäre ansonsten auch zu teuer. Aber bei diesem Buch bekommt man richtig Lust, mal wieder stöbern zu gehen. Also auf in meine wundervolle Buchhandlung!

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