Über das Jonglieren mit Büchern

Im Moment fühle ich mich wie ein Jongleur. Nachdem auf mein letztes Buchprojekt von Verlagsseite kein Interesse kam, habe ich den Gedanken lieb gewonnen, in Zukunft nur noch unabhängig von Verlagen zu arbeiten. Man kann sich vorstellen, dass das Vorteile hat. Aber nicht nur, denn nun jongliere ich: Mit meinem Erstling, der dieser Tage veröffentlichungsreif geworden ist. Mit dem Buch, an dem ich derzeit schreibe. Mit dem Buch, das gerade sehr ungeduldig auf sein Lektorat wartet. Und natürlich mit dem Buch, welches ich als nächstes schreiben werde. Haben Sie mitgezählt? Das sind vier Bücher, wenn auch teilweise kurze. Das Buch, was ich als übernächstes schreibe, lasse ich deshalb mal besser außer Acht, sonst wäre es kein Wunder, wenn eines der Bücher herunterfällt.

Ich dachte, ich sollte deshalb etwas an meinen Arbeitsabläufen ändern. Vielleicht ist es besser, von nun an immer ein Buch zu schreiben und in der Zeit danach, in der ich es ein wenig links liegen lasse, um zum Lektorieren mehr Abstand zu gewinnen, das zuvor geschriebene Buch zu überarbeiten. Ich würde dann nicht mehr so viel parallel arbeiten. Damit das auf Dauer funktionieren kann, müsste ich allerdings anschließend ein neues Buch schreiben und so würden meine Bücher bis zur Veröffentlichung drei bis vier Monate liegen bleiben. Erst dann wäre wieder Zeit zum Überarbeiten. Das ist lang, finden Sie nicht auch? Und teilweise passt die Veröffentlichung dann auch nicht perfekt zur Jahreszeit, denn jedes Buch hat ja so seinen Rahmen. Ich denke, da jongliere ich lieber weiter und hoffe, dass mir das im Lauf der Jahre immer besser gelingt. Macht doch schließlich auch Spaß.

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