WRITE. LIVE. LOVE. – Ein Buch entsteht

Erzählendes Sachbuch
Erschienen als E-Book und Taschenbuch bei Amazon

WRITE. LIVE. LOVE. erzählt über die Entstehung des Romans „Lied von Traurigkeit“, über die Arbeit als Autorin, die Passion, Erfolge und Misserfolge sowie über die Erfahrungen als Self Publisherin versus der Veröffentlichung in Verlagen. Erfahrungsberichte, Tagebucheinträge, Textbeispiele und Informationen über das Schreiben wechseln sich ab.


Den Gedanken, ein Sachbuch zu schreiben, finde ich spannend. Als ich vor ziemlich genau zehn Jahren meine berufliche Zukunft näher unter die Lupe genommen habe und über die Gedanken: „Was wollten Sie schon immer tun?“ und „Womit haben Sie sich gern in Ihrer Kindheit beschäftigt?“ auf die Idee gekommen bin, ein Buch zu schreiben, war es nämlich zunächst ein Sachbuch, was mir vorschwebte.
Nicht, dass ich Fiktion nicht schreiben wollte, ich bin nur nicht auf die Idee gekommen. Vielleicht bezweifelte ich auch, dass ich das könnte. Ein Sachbuch hingegen traute ich mir offensichtlich zu, da wusste ich ja, über was ich schreiben würde, beziehungsweise konnte mir dieses Wissen erarbeiten.
Es war dann Joanne K. Rowling, die mir den Mut machte, Geschichten für Kinder und Erwachsene zu schreiben, denn ich hatte Harry Potter gelesen und sie nicht nur sehr dafür bewundert. Ich stellte auch erleichtert fest, dass man nicht studiert haben musste, um so etwas fertigzubringen. Wobei das wirklich nicht abwertend gemeint ist. Es war zu dem Zeitpunkt nur so, dass ich anscheinend das erste Mal im Leben beim Lesen die Rezensenten-Brille aufsetzte und das Ganze nüchtern betrachtete:

Die Worte, die Joanne K. Rowling verwendete, waren einfache Worte, die auch Kinder verstehen konnten.

Die Menschen, die sie beschrieb, waren gewöhnliche Personen, wenn man mal davon absieht, dass ein Teil von ihnen Zauberkräfte besaß.

Sie transportierte alltägliche Dinge in eine Zauberwelt und ließ geschehen, was dabei geschehen musste.

Ich war begeistert. Mich schreckte weder die Länge der Bücher ab noch machte ich mir Gedanken darüber, wie viel Intellekt dahintersteckte, um über so viele Bände solch ein Meisterwerk entstehen zu lassen, was Kinder wie Erwachsene auf der ganzen Welt lieben und verstehen. Man konnte sich irgendeinen Band vornehmen und lesen und Joanne K. Rowling schaffte es, selbst dem Leser, der noch nichts von Harry Potters Geschichte wusste, genügend Informationen zu geben, ohne ihre langjährigen Fans zu langweilen.
Auch die Sprache sah ich erst einmal nicht aus der Sicht, wie ich heute Sprache betrachte, mir ging es einzig und allein um das Thema. (Handwerk lässt sich ja bekanntlich lernen.) Und dann begann ich einfach zu schreiben. Und merkte schnell, dass ich dabei in einen Rausch gerate, der die Wörter fließen lässt und Geschichten entstehen. Als hätte mir Frau Rowling einen Zauberstab in die Hand gegeben, dessen Kraft nie versiegt. Denn auch jetzt, während ich dieses Buch schreibe, macht es mir so unglaublich Spaß! Wie sich die Informationen, die Kapitel aneinanderreihen und eine Struktur offenlegen. Wie tatsächlich von Zauberhand Überschriften entstehen, die für mich inspirierend sind. Wie sich Zitate finden lassen, die meine Gedanken zum Thema vereinen. Das muss Magie sein.